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Demonstration gegen die überarbeitete Ausstelung "Verbrechen der Wehrmacht" angekündigt.

Der Berner Ahmed Huber mischt sich unter die deutschen Rechtsextreme: Dem braunen Sumpf im nördlichen Nachbarland ist auch die zweite überarbeitete Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944", die vom Hamburger Jan Philipp Reemtsma eingerichtet wurde, ein Dorn im Auge. Seit Monaten moblilisieren sie für eine "Demonstration gegen die Anti-Wehrmachtsausstellung" in die bayerische Hauptstadt. Als Redner sind der Altnazi Reinhold Leidenforst und zwei Neonazis, der Hamburger Christian Worch und der Demo-Organisator Steffen Hupka vorgesehen.
In einem Schreiben von Ende September¨, das der Sonntagszeitung vorliegt, meldet Hupka nun seinen "Kameradinnen und Kameraden", dass er "einen weiteren Redner" haben finden können, nämlich "Ahmed Huber aus der Schweiz". Dieser sei "Islamist" und werde "über die historischen Verbindungen zwischen dem Reich und dem arabischen Befreiungsnationalismus" berichten. Ein Thema, über das Huber, auch Exponent der völkisch-heidnischen Avalon Gemeinschaft, bereits vor den Jungen Nationaldemokraten, der NPD-Jugendorganisation, referiert hatte.
Es ist für München der zweite Neonazi-Aufmarsch, der sich gegen die Wehrmachts-Ausstellung richtet. Bereits anlässlich der ersten Reetsma-Ausstellung "Vernichtungskrieg - Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944" in München, demonstrierten am 1. März 1997 rund 5000 Rechtsextremisten. Es war eine der grössten deutschen Neonazi-Kundgebungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Am Marsch beteiligten sich damals auch rund dreissig bis vierzig Schweizer. Auch für den kommenden Samstag mobilisieren Schweizer Rechtsextremisten. Bereits Ende August hatte ein PNOS-Aktivist einen Aufruf zur Demoteilnahme weiterverbreitet: "Es wird wieder eine Bus Besatzung den Weg antreten." (Schreibweise gemäss Orginal).