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Bernhard Schaub ist nicht mehr Vorsitzender des Vereins zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten VRBHV.

Dies meldete das rechtsextreme Blättchen "Stimme des Gewissens" bereits in seiner Dezember-Nummer. Schaub war seit der Vereinsgründung (Anfang November 2003) Präsident dieses Zusammenschlusses von Holocaust-Leugnern, die sich meist in der westfälischen Kleinstadt Vlotho trafen. Nachfolger des 54jährigen Schweizers wird der 80jährige Udo Walendy, bereits seit Jahrzehnten ein rechtsextremistischer Aktivist.
Schaub werde sich, so das Blatt weiter, "verstärkt der politischen Bildungsarbeit für Nachwuchspolitiker" widmen, ebenso der Reichsbewegung. Seither ist Schaub einmal bei einer Saalveranstaltung der PNOS-Sektion Küssnacht am Rigi aufgetreten. Auch sprach er unlängst in der thüringischen Kleinstadt Suhl am Kongress der Gesellschaft für Freie Publizistik, gemäss Verfassungsschutzbericht die grösste rechtsextreme Kulturvereinigung in Deutschland und der NPD nahe stehend. Schaub, einst Lehrer an einer Anthroposophen-Schule, habe dabei, so die Veranstalter, herausgearbeitet, "wie die Waldorfpädagogik zeitlos als Reformansatz anerkannt" gewesen sei, auch während der Nazizeit. Nichts Neues ist Schaubs Engagement für die Reichsbewegung, die er wie den VRBHV mit Horst Mahler und anderen mitbegründete. Gemeinsames Ziel dieser beiden Gruppierungen sei, so der Hamburger Verfassungsschutzbericht, die Beseitigung der parlamentarischen Demokratie. An deren Stelle solle eine "Neue Ordnung ohne Parteienherrschaft" in Form eines "Vierten Reiches" treten. "Im Rahmen ihrer Reichsforderungen werden Israelis, Zionisten und letztendlich "die Juden" beschuldigt, mit Hilfe der US-Amerikaner und deren "antinationaler, multiethnischer Politik" den Niedergang aller europäischen Nationen und im Besonderen die Demontierung des deutschen Volkes zu betreiben."