LUZERN - Ein Luzerner Wirt wurde diese Woche via Internet aufs gröbste beschimpft und mit dem "Sturm auf die Schweinebeiz" bedroht. Bei den mutmasslichen Tätern handelt es sich um einschlägig bekannte Rechtsextreme.
Massive Beschimpfungen über E-Mail erhielt am Dienstagabend der Wirt eines Szene-Restaurants in der Luzerner Innenstadt: "Du alte Judensau. Sturm auf die Schweinebeiz. Bald. SS - Stormtroopers Switzerland. Heil Hitler." Abgesandt wurde die üble Botschaft aus einem Internet-Café in Luzern. Der bedrohte Wirt erstattete Strafanzeige. Mehrere Personen, die zur fraglichen Zeit im Internet-Café anwesend waren, sagten gegenüber der Polizei aus, sie hätten am betreffenden Computer drei kurzhaarige Männer beobachtet. Zwei der drei Verdächtigen konnten identifiziert werden, darunter Patrik Iten, in der Rechtsextremen-Szene einschlägig bekannt als Wortführer der Schweizer Hammer-Skins. Der 28jährige kaufmännische Angestellte gab unter anderem das Skin-Zine "Totenkopf" heraus, von dem in Deutschland mehrere Nummern auf der Liste der indexierten Publikationen stehen. Iten, der seit über zehn Jahren in der Skin-Szene aktiv ist, wurde erst kürzlich wegen Tätlichkeiten und Störung des Polizeidienstes rechtskräftig verurteilt.