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Der Musikvertreiber hatte eine CD mit rechtsextremen Texten produziert

Seit Jahren bemüht sich der 28-jährige Maurer Sacha Kunz, einst Gründungspräsident der Partei National Orientierter Schweizer (Pnos), in der Schweiz ein Geschäft mit der Herstellung und dem Vertrieb rechtsextremistischer Musik aufzubauen. Seit einiger Zeit betreibt er seine «White Revolution Records», erreichbar über eine Postfachadresse im aargauischen Erlinsbach. Doch in den letzten Tagen hat Kunz in Deutschland einen finanziell schmerzhaften Rückschlag erlitten.

Wie die «Stuttgarter Zeitung» berichtet, wurde Kunz wegen der «Verbreitung von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen» zu einer Busse von 3600 Euro verurteilt. Das Amtsgericht Ludwigsburg entschied, dass 2000 Stück einer von Kunz produzierten CD einer deutschen Naziskin-Band eingestampft werden sollen. Kunz hatte im vergangenen Jahr eine Firma in der Nähe von Stuttgart mit der Fabrikation des Tonträgers beauftragt. Bei der war man jedoch kurz vor Produktionsende misstrauisch geworden und hatte die Behörden informiert. Die Untersuchungen ergaben, dass mehrere Liedtexte auf dem Index stehen, da diese volksverhetzend sind.