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Bernhard Schaub, Schweizer Holocaust-Leugner und Vortragsredner in rechtsextremistischen deutschen Zusammenhängen, konnte seinen letzten Vortrag im deutschen Freiburg im Breisgau, nur vor wenigen Zuhörern halten. Und er musste ihn erst noch einen Tag früher halten.

Angekündigt von der neonazistischen «Bewegung deutsche Volksgemeinschaft (BDVG)» auf den vergangenen Samstag, erwuchs der Saalveranstaltung seit Wochen heftige Kritik durch die lokale Antifa, so dass am Samstag auch die Freiburger Stadtverwaltung Schaubs Auftritt verbot und mehrere hundert Männer und Frauen gegen den Neonazi-Aufmarsch demonstrierten. Nur: Schaub hatte seinen Vortrag bereits einen Tag vorher im Städtchen Müllheim, südlich von Freiburg, gehalten. Allerdings hatten die rechsextremistischen Organisatoren nur vorsichtig mobilisieren können, so dass sich schlussendlich nur rund 35 Zuhörer zusammenfanden, um Schaubs Ausführungen über den «Volksstaat der Zukunft» zu lauschen. Schaub sei «mehrfach von Beifallsbekundungen» unterbrochen worden, behaupten die Organisatoren und vertrösten die unfreiwilig Abwesenden auf eine nächste BDVG-Veranstaltung, die bereits in vier Wochen in Freiburg stattfinden soll. Wir bleiben dran.