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Vorwiegend junge Männer nehmen an der Gründungsversammlung teil.

Die rechtsextremistische Partei National Orientierter Schweizer (Pnos) gründete am vergangenen Sonntag die Sektion Emmental, erreichbar über ein Postfach in Aefligen bei Kirchberg. In der Gründungsversammlung hätten rund fünfzig Männer und Frauen teilgenommen, schreibt die Partei in einer Medienmitteilung. Ein Foto zeigt vorwiegend junge Männer. Sektionspräsident wird Markus Martig. Er verkehrt bereits seit mehreren Jahren in neonazistischen Kreisen. Ein Foto zeigt ihn etwa im August 2004 an einem Gedenkmarsch für den Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess im bayerischen Wunsiedel. Im vergangenen Herbst hielt er als Pnos-Sprecher in Lissabon eine Rede bei einem Kongress portugiesischer RechtsextremistInnen. Er habe dort «über das Deutsche Reich und seine völkerrechtlich fortdauernde Existenz als Staat» gesprochen, meldete später die Pnos.

Im Programm der Emmentaler Sektion, die sich in «Frontalopposition zum herrschenden liberalkapitalistischen System» sieht, finden sich mehrere rassistische Passagen. So sollen nur Menschen eingebürgert werden können, «welche mit unserem Volk kulturverwandt» seien. Ebenso eindeutig diskriminierend ist die Forderung «Trennung von Schweizer Kindern und kulturfremden Kindern in den Schulen über alle Stufen». Weiter propagiert die Sektion die nationalistische Bevorzugung von «Schweizer Familien» oder von «Schweizer Kindern», wie auch Programme für «arbeitslose Volksgenossen».