PNOS attackiert den Uno-Sonderberichterstatter für Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz
«Jedem das Seine», überschrieben die NationalsozialistInnen im «Dritten Reich» das Eingangstor zum Konzentrationslager Buchenwald. «Jedem das Seine!», fordert die Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) auf ihrer Website: «Den Schwarzen lassen wir ihre Negertrommeln und den Europäern ihre ablehnende Haltung gegen Fremde. Und die Uno überlassen wir dem Scheiterhaufen der Geschichte.»
Damit reagiert die Schweizer RechtsextremistInnenpartei PNOS auf den Uno-Sonderberichterstatter für Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz, Doudou Diène, der vergangene Woche in seinem Bericht festgehalten hat, dass in der Schweiz eine diffuse Stimmung von Fremdenfeindlichkeit herrsche und alltägliche Diskriminierungen vorkämen. Auch würden politische Parteien, insbesondere die SVP, aber auch die PNOS, entsprechende Spannungen schüren. Diène, so poltert die PNOS weiter, habe sich «erfrecht», die Schweizer Politik als rassistisch zu «verunglimpfen». Und dies nur gestützt auf einige «Banalitäten» - wie beispielsweise auch das PNOS-Parteiprogramm. Doudou Diènes Vorgehen, so die PNOS, zeuge von den «wahren Absichten der Uno», nämlich der «Umvolkung». Es ist dies der zweite PNOS-Griff in den Nazijargon. «Umvolkung» meinte damals SS-Programme zur «Eindeutschung» von OsteuropäerInnen in die «arische Herrenrasse». Ideologie lässt sich schwer verbergen. Und einmal im Internet publizierte Mitteilungen verschwinden auch nicht spurlos: Der auf der PNOS-Website publizierte Text mit Datum 29. März 2007 war noch in derselben Woche nur noch über die Cache-Funktion abrufbar. «Wir haben Serverprobleme», lautet die Begründung von Mediensprecher Mario Friso.