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Im November vergangenen Jahres konnte der Holocaust-Leugner René-Louis Berclaz, einst Sekretär der gerichtlich aufgelösten Vereinigung "Vérité & Justice" und verurteilt wegen Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm, das Gefängnis wegen guter Führung vorzeitig verlassen. Nun sitzt er seit Herbstbeginn wieder hinter Gittern. Diesmal in Rumänien, verhaftet in einer Villa, in der die rumänische Polizei einen 34jährigen Franzosen ausfindig machte, der wegen Mordversuch international gesucht worden war. Dies berichtete am Wochenende die Westschweizer Zeitung "La Gruyère". Die Villa habe einem rumänisch-französischen Doppelbürger und Rechtsextremisten gehört. In Berclaz' Zimmer hätten die Ermittler neben einem Gewehr, einer Pistole und Munition Tausende von Broschüren, Büchern und CD's gefunden, deren Inhalt zumeist holocaust-leugnend sei. Gegen Berclaz wie gegen den Hausbesitzer ermitteln die rumänischen Strafverfolgungsbehörden nun wegen Waffenschmuggel und wegen Bildung einer faschistischen Organisation.