Noch ist es zu früh, um eine endgültige Entwarnung zu geben. Doch der Antisemit Erwin Kessler, Präsident und Lohnabhängiger des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) verbreitete am Dienstag dieser Woche, die zumindest hoffnungsfrohe Nachricht, dass die VgT-Volksinitiative zu scheitern drohe.
Die VgT-Initiative will erstens das Schächtverbot auf Geflügel ausdehnen und zweitens den Import, den Vertrieb und auch den Konsum von geschächtetem Fleischs verbieten. Der Rücklauf der Unterschriftenkarten bleibe "weit hinter den Erwartungen zurück. Laut Hochrechnungen kommt die Initiative nicht zustande."
Das schlechte Zwischenergebnis überrascht nicht, der VgT wollte die Unterschriften mit einer uneffizienten Sammlungsmethode zusammenbringen. Alle Schweizer Haushalte sollten mit einer Ausgabe der "VgT-Nachrichten" bedient werden, der eine Unterschriftenkarte beigelegt wurde. "Andere Unterschriftensammlungen finden nicht statt." Allerdings haben Erwin Kessler und Konsorten noch knapp vierzehn Monate Zeit die notwendigen Unterschriften zusammenbringen. Immerhin: Der "Misserfolg" habe, so schreibt der VgT auf seiner Homepage, "im VgT eine Krise ausgelöst". Erwin Kessler denke "über eine Beendigung seiner Tierschutzarbeit" nach, allerdings denke er auch Möglichkeiten nach, "wie die Initiative vielleicht doch noch gerettet werden könne."