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Anfang Dezember, Goldach SG, Eine Gruppe von Rechtsextremisten geht auf vier Jugendliche los, die sie für Linke halten. Sie schlagen sie nieder und lassen erst von ihnen ab, als sich diese nicht mehr bewegen. Vergangenes Wochenende, Sissach BL, Skinheads greifen Besucher eines Punkkonzertes an. GeichesWochenende in Winterthur, kurz nach Restaurantschluss attackieren Naziskins zuerst einen Mann schwarzer Hautfarbe, fast gleichzeitig versuchen weitere Neonazis in die Beiz «Widder» einzudringen, sie verletzten eine Frau schwer und richten beträchtlichen Sachschaden an. Der linke Szene-Treffpunkt ist in den vergangenen drei Jahren bereits mehrmals angegriffen worden. Er ist seit Dienstagmorgen allerdings bereits wieder geöffnet. Die Angreifer würden, so erklärt ein Mitglied des Widder-Teams, «ihr Ziel, die «Widder»-Schliessung, nicht erreichen».

Nach allen drei rechtsextremistischen Angriffen regte sich Widerstand. In Goldach nach einigen Tagen, als Linke gegen den bekannten Rechtsextremisten-Treffpunkt, aus dem die Angreifer loszogen, demonstrieren, in Sissach und Winterthur noch am gleichen Abend. In Winterthur verhafteten PolizistInnen dabei 28 Personen, davon 24 Rechtsextremisten, sie stammen aus den Kantonen Zürich, Aargau, St. Gallen und aus Österreich. Nichtsdestotrotz deuten einzelne Rechtsextremisten den Angriff als Erfolg. In einem einschlägigen Forum schreibt Anfang Woche ein Neonazi, «die Zecken» hätten «in ihrer selbsternannten Hochburg (Winterthur) wieder einmal richtig was auf die Schnauze bekommen». Und er spendet gar «ein Lob an all die Siegreichen». Diese Siegreichen müssen nun mit Strafverfahren und mit Schadenersatzforderungen rechnen.