Die rechtsextreme Partei National Orientierter Schweizer PNOS feiert ihr 15jähriges Bestehen. Der Veranstaltungsbericht macht keine Angaben zur Zahl der Teilnehmer, aber lobt den "Ahnensturm" AS. Der parteieigene Sicherheitsdienst hat vor wenigen Wochen die ersten eigenen "Uniformen" an Mitglieder verteilt. Ein Foto, aufgenommen nach der Übergabe, zeigt 9 muskulöse Männer in schwarzen T-Shirts mit AS-Signet und bräunlich-grünen Militaryhosen.
In seiner Begrüssungsansprache behauptete der Parteipräsident Dominic Lüthard erneut, die Partei habe Zulauf. Doch auch diesmal traten die üblichen Redner auf. Neben Lüthard noch Philippe Brennenstuhl, Präsident der Westschweizer Sektion, und der Berner Langzeit-Aktivist Adrian Segessenmann, einst Hammerskinhead, nun Exponent der völkisch-heidnischen Avalon-Gemeinschaft und PNOS-Vizepräsident. Nur der Gastreferent Jens Pühse gehörte nicht zu den Dauergästen: Der 43-jährige Auslandsbeauftragte der Nationaldemokratischen Partei NPD ist seit bald dreissig Jahren in der rechtsextremen Szene aktiv, meist als Mitglied der NPD, kurze Zeit als Aktivist in der inzwischen verbotenen Nationalen Front (NF). Seit über zwanzig Jahren betreibt er einen Versandhandel mit Tonträgern rechtsextremer Musikgruppen. Seit Februar 2015 ist er auch Generalsekretär der neuen Europapartei "Alliance for peace and freedom", einem Zusammenschluss von rechtsextremer Parteien aus neun Ländern. Angeführt wird diese Allianz von Roberto Fiore, Vorsitzender der italienischen Kleinpartei Präsidenten Forza Nuova. Pühse habe, so der Veranstaltungsbericht, die neue Partei vorgestellt.