An einer "Schweizerzeit"-Tagung kritisiert Pfarrer Hansjürg Stückelberger, Gründer und Präsident des Vereins Zukunft CH die deutsche Bundeskanzlerin, warum sie "Feinde der europäischen Kultur und potenzielle Terroristen willkommen" heisse, "anstatt den von Muslimen verfolgten Christen zu helfen?". Er fordert weiter: "Wir sollten die Zuwanderung von Muslimen beschränken und jede Anerkunnung der Scharia, auch die Gleichstellung mit den Landeskirchen verhindern". Wie andere christliche Fundamentalisten will er "einen Wertekonsens auf der Basis des christlichen Menschenbildes". Was er darunter versteht, hat Stückelberger vor Jahren in seinem Buch "Europas Aufstieg und Verrat" beschrieben. Der Abstieg habe - so die Zusammenfassung in der Buchankündigung - begonnen "mit dem Verrat am biblischen Gottes- und Menschenbild", nämlich "als die Aufklärung die Bibel als Offenbarung Gottes aufgegeben und die Vernunft zur Quelle ewiger Wahrheit erhoben" habe. Stückelberger hält denn auch die Französische Revolution für eine "Katastrophe", so wie auch die "kommunistische und nationalsozialistische Machtergreifung."