Die Ombudsfrau der Stadt Zürich, Claudia Kaufmann, veröffentlicht ihren Jahresbericht 2009, in dem sie ebenso zurückhaltend wie umständlich formuliert die rassistische Praxis von Zürcher StadtpolizistInnen kritisiert. Sie schreibt: Zu den Beschwerdeführenden würden auch 2009 "wieder überdurchschnittlich viele jüngere schwarze und dunkelhäutige Männer" gehören. Im Mittelpunkt ihrer Beschwerden habe "wiederum neben der Frage nach dem Grund der Kontrolle vor allem diejenige nach der Art und Weise des polizeilichen Vorgehens" gestanden. Sie schreibt weiter : "In diesem Zusammenhang ist auf die Problematik des «Racial Profiling» hinzuweisen. Im konkreten Einzelfall müssen – wie es für Personenkontrollen grundsätzlich gilt – individuelle Anhaltspunkte gegeben sein, die das Einschreiten der Polizei rechtfertigen."