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Zürich24. Mai 2005

Das Zürcher Obergericht spricht Frank Lübke, Geschäftsführer von «David - das Zentrum gegen Antisemitismus und Verleumdung» vom Vorwurf der Rassendiskriminierung frei. Lübke hatte im November 2002, nach einem Bombenanschlag auf ein von Israelis bevorzugten Hotel in Kenia in einem Offenen Brief das Attentat als «das letzte Beispiel für die islamistisch-arabisch-palästinensischen Wahnsinns-Schlächtereien gegen die jüdisch-israelische Zivilbevölkerung» bezeichnet und weiter behauptet, «der Islam bekennt sich klar dazu, die Weltherrschaft anzustreben». Die NZZ berichtet über die mündliche Urteilsbegründung: «Mit dem Brief habe der Angeklagte nicht den Islam oder die Muslime als Glaubensgemeinschaft, sondern radikal-fundamentalistische Terroristen angesprochen. Dem Brief könne keine Gleichsetzung von Muslimen und islamistischen Terroristen entnommen werden».