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Zürich27. April 2005

Die NZZ berichtet über die Memoiren des kanadischen Publizisten Peter C. Newmann, der mit seinen jüdischen Eltern Anfang der 40er Jahre wegen den Nazis nach Kanada geflüchtet war und im Jahr 2002 in Zürich einen Zweitwohnsitz erworben hatte und als passionierter Segler Mitglied des Zürcher Yacht Club werden wollte. Doch dann lässt ihm der Clubvorstand mitteilen, dass dass man zwar sein Gastmitgliedschaft verlängere, doch die Wahl zu seiner Aufnahme auf einen späteren Termin verschieben werde. Grund der Veschiebung: Es gibt im Club einige ältere Mitglieder, die aus antisemitischen Motiven gegen die Aufnahme Newmann opponierten. Der Clubpräsident widerspricht zwar gegenüber der NZZ Newmanns Darstellung, doch mehrere Clubmitglieder bestätigen die Darstellung des kanadischen Publizisten. Die NZZ schreibt weiter: «Allerdings schient zumindest eine Tradition von antijüdischen Ausgrenzungen des Klubs in unserer Stadt nicht ganz unbekannt zu sein. Ein erfahrener Rechtsanwalt meint zu diesem Thema, eher komme ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Jude in der Zürcher Yacht Club».