In der Deutschschweiz serbelt die Partei National Orientierter Schweizer PNOS dahin. Mehrere Ortsgruppen sind in den letzten Jahren inaktiv geworden, nur aus dem bernischen Seeland belegt ein unlängst aufgeschaltetes "PNOS Infoportal Seeland" das Bestehen einer neuen PNOS-Sektion. Anders in der französischsprachigen Schweiz. Am vergangenen Samstag versammelten sich - gemäss einem Mediencomminiqué - rund vierzig Aktivsten verschiedener rechtsextremer Gruppen aus dem ganzen Romandie in Yverdon zur Gründung einer "ersten Versammlung der erneuerten Parti Nationaliste Suisse" (PNS), dem Westschweizer PNOS-Ableger. Als Präsident tritt der 57jährige Holcocaust-Leugner Philippe Brennenstuhl auf, er hatte bereits im Herbst 2011 als PNS-Vertreter im Kanton Waadt an den Nationalratswahlen teilgenommen und nur wenige Tausend Stimmen erhalten. Anwesend waren auch Mitglieder der Jeunesses Genevoises, wie die Gruppe auf ihrer Homepage mitteilt. Welche weiteren Organisationen bei der PNS-Neugründung ebenfalls teilnahmen ist noch unklar. Vor allem in der Region Genf sind seit längerem mehrere rechtsextreme Gruppierungen aktiv, bis anhin vorwiegend im Internet, nur selten auf der Strasse.