Die Partei National Orientierter Schweizer PNOS lädt zu ihrer jährlichen Generalversammlung. Der Tagungsort ist unbekannt, auch über die Anzahl Teilnehmer lässt der Sitzungsbericht nichts verlauten. Er erwähnt allerdings, dass ein bekannter deutscher Rechtsextremer aufgetreten ist: Olaf Rose, 54jährig und Historiker. Rose engagiert sich seit vielen Jahren für die Nationaldemokratische Partei Deutschland NPD. Er habe, so berichtet die PNOS, die "Arbeit der NPD" beschrieben und von den "desolaten Verhältnissen in der BRD" erzählt. In Wirklichkeit, befindet sich die NPD auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit. Nicht weil sie von einem Parteiverbot bedroht ist, sondern weil sie durch interne Auseinandersetzungen gelähmt ist und Mitglieder verliert, vor allem auch Militante aus rechtsextremen Subkulturen. PNOS-Gast Rose, der sich immer wieder für eine Rehabilitation des Hitler-Stellvertreters Rudof Hess engagiert, sitzt für die NPD im Parlament der sächsischen Kleinstadt Pirna. Im vergangenen Jahr kandidierte er für das Amt des Bundespräsidenten. Er erhielt in der Bundesversammlung von 1228 abgegebenen gültigen Stimmen gerade einmal jene drei der NPD-Abgeordneten.