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St. Gallen27. Juni 2016

Wieder einmal hat ein christlicher Fundamentalist die gesellschaftliche Orientierung verloren. Der EVP-Politiker Markus Knaus bekämpft den Sumo-Unterricht an einer St. Galler Primarschule. Der Starkgläubige meint zu wissen: "Damit wird das Christentum verdrängt, dessen Praktiken in der Schule nicht vermittelt werden." Und weiter behauptet Knaus in seiner Anfrage an die Stadtregierung: "Man sah den Ring als heiligen Kampfplatz an und Salz wurde gestreut, um böse Geister zu vertreiben. Schon diese Tatsachen zeigen auf, dass Sumo nicht einfach ein lustiger Sport, sondern ein Kampfritual mit einem religiösen Hintergrund ist". Und von der Regierung will er wissen: "Ist Sumo-Ringen nicht eine Art Missionieren?". Und: "Darf in unseren Schulen jede Religion praktiziert werden, nur nicht die christliche?". Und ach ja: Gegen eine andere Kampfsportart hätte Knaus nichts: «Schwingen hat kein religiöses Element und ist eine heimische Sportart. Das ist Kulturgut.", dies erklärt er gegenüber der Zeitung "20 Minuten".