Stäfa ZH8. Mai 2002
Die "Zürichsee-Zeitung" berichtet, dass eine sechsköpfige kosovarische Familie, die vom Bundesamt für Flüchtlinge (BfF) nach Solidaritätsaktionen als "Härtefall" eine Aufenthaltserlaubnis erhalten hat, sich zur Rückkehr entschieden hat. Der Grund: Schikanen gegen die (in der Schweiz geborenen) Kinder auf dem Schulweg, sodass diese sich kaum noch aus dem Haus trauten. Beschimpfungen, Einschüchterungsversuche, Belästigungen bis vor der Haustüre, Telefonanrufe in der Nacht, Kratzer im Lack des Autos. Gemeindepräsident Karl Rahm fühlt sich an die systematische Einschüchterung der Juden der 30er-Jahre erinnert und nennt den Psychoterror "ein trauriges Beispiel von Selbstjustiz".