Die Gruppe Résistance Helvétique veröffentlicht ihr 28-punktiges "Parteiprogramm". Die Westschweizer Rechtsextremisten orientieren sich an den Vorbildern der Zwischenkriegszeit. Sie wollen die politischen Parteien verbieten, die kantonalen Parlamente und den Nationalrat zu Ständekammern mit beratender Funktion umwandeln und den Bundesrat von einer Kammer wählen lassen, deren Mitglieder von den Kantonsregierungen bestimmt werden. Sie wollen Wahlwerbung untersagen, nur der Staat soll noch öffentliche Wahlversammlungen organisieren dürfen. Im Klartext: Eine Diktatur.
Wie bei Rechtsextremisten üblich will die RH die Wiedereinführung der Todesstrafe und der lebenslänglichen Internierung. Offen lässt die Partei, für welche Delikte diese Strafen ausgesprochen werden sollen. Gegen Muslime und Juden richtet sich das Importverbot für geschächtetes Fleisch. Weitgehend einschränken will die RH das Asylrecht: Nur Menschen aus benachbarten Länder sollen noch Asyl beantragen können. Und das Bürgerrecht soll nur noch durch Abstammung (Blut) oder Heirat erhältlich sein.