SVP-Staatsrat Oscar Freysinger stellt an einer Medienkonferenz den Geschäftsmann Piero Falotti als Berater vor. Falotti ist unter dem Autoren-Pseudonym Pietro San Giorgio bekannt und hat in den vergangenen Jahre mehrere Bücher zu einem angeblich drohenden desaströsen Zusammenbruch der Wirtschaft verfasst. Er ist auch bekannt für seine Nähe zu bekannten Rechtsextremen (wie Alain Soral) und zu rechtsextremen Organisationen. Erst vor wenigen Monaten hat er im Walliser Kantonshauptort vor rund zweihundert Personen referiert, eingeladen von der rechtsextremen Gruppe Résistance Helvétique. Mehrere Tage nach der Medienkonferenz wird bekannt, dass der "Weltuntergangs"-Prophet unlängst in einem Interview, die Lebensberechtigung von Kranken und Behinderten in Frage gestellt hat. Er kritisierte zuerst Sozialismus, Linksextremismus, den Humanismus und die Menschenrechts-Ideologie. Und dann meinte er: „Dieser ganze Scheisse“ hätte dazu geführt, dass „Leute lebten, die nicht existieren sollten. Die Kranken, die Behinderten“. Mit diesen Leuten könne man keine „Zivilisation“ aufbauen, sondern würde sie zerstören. Die Reaktionen sind heftig, Freysinger beendet die Zusammenarbeit. Auch diesmal will Freysinger von nichts gewusst haben.