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Sins AG4. Oktober 2003

Mutmasslich kurz vor drei Uhr nachts werfen Unbekannte fünf Molotov-Cocktails in den offenen aussenliegenden Treppenabgang einer Zivilschutzanlage, in der Asylbewerber untergebracht sind. Das Feuer verursacht Sachschaden. Anwohner hatten in der fraglichen Zeit drei Personen beobachtet, die zu Fuss unterwegs waren. Rund zwei Wochen später teilt die Kantonspolizei mit, dass sie vier Schweizer im Alter von 16 und 17 Jahren verhaftet habe, die den Brandanschlag auf die Asylbewerber-Unterkunft gestanden hätten. Sie schreibt weiter: "Als Tatmotiv gaben sie stetige Probleme und Auseinandersetzungen mit Schwarzen an. Zudem 'nerve' sie der Drogenhandel durch diese Personen sowie das nicht greifende Ausländergesetz. Mit der Tat hätten sie die Bevölkerung 'wachrütteln' wollen. Bei den vier Burschen handelt es sich um Schweizer mit Wohnsitz in der Region. Sie dürften der rechtsextremen Szene zuzuordnen sein, sind aber bis anhin diesbezüglich nicht in Erscheinung getreten."