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Sempach LU26. Juni 2010

Erstmals seit sieben Jahren fand die Sempach-Schlachtfeier ohne Rechtsextreme statt. Aus dem Umfeld der Partei National Orientierter Schweizer PNOS waren zwar zuerst Aufrufe erschienen, doch zwei Tage vor dem Anlass veröffentlichte die PNOS-Sektion Willisau einen "Aufruf zum Nichterscheinen". Die Rechtsextremen reagierten damit auf die Debatte über die Beteiligung der Demokratiegegner an der vom Kanton veranstalteten Feier. Seit 2003 liefen Rechtsextreme im offiziellen Umzug mit und legten anschliessend einen Kranz am Gedenkstein nieder. Im vergangenen Jahr löste eine Gegen-Kundgebung der Jungsozialisten einen personalintensiven Polizeieinsatz und eine heftige Debatte über die Zukunft der Feier aus. Die Kantonsregierung beschloss daraufhin, in diesem Jahr der Schlacht ausschliesslich in einem werktäglichen Gottesdienst zu gedenken. Einzige Aufregung der diesjährigen Sempacher Schlachtfeier: Unbekannte sprayten in der Nacht auf Samstag auf den Gedenkstein "NO Nazis".