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Sempach LU9. Juli 2012

In der letzten Monaten war wenig von der rechtsextremistischen Partei National Orientierter Schweizer PNOS zu vernehmen, doch in diesen Wochen ruft sie ihre Mitglieder und Sympathisanten gleich zweimal zur Kundgebung. In der vergangenen Woche marschierten rund 120 Personen zum Schlachtgelände in Sempach. Diese hörten dort zwei Redner zu. So wetterte der Basler Philippe Eglin, vorbestraft wegen Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm, gegen die "multikulturelle Gesellschaft". Gemäss dem PNOS-Veranstaltungsbericht behauptete Eglin, dass "ein kulturfremde Ausländer" niemals "ein Schweizer" werde könne. Er habe "deren Masseinbürgerung" mit "einer Ratte" verglichen, "welche in einem Hühnerstall aufgezogen würde, wobei die Ratte dadurch weder ein Huhn werde, noch das Eierlegen lerne." Anschliessend sprach ein Vertreter der "Heimatbewegung", einer Kleingruppierung, die über ein Postfach in Zug erreichbar ist. Er beklagte sich "die Diffamierungen, welche nationale Personen in den Medien" ertragen müssten. Er behauptete gemäss PNOS-Veranstaltungsbericht: "Gerade die Nationalen seien meist aufrechte Eidgenossen". Die PNOS kündigt bereits jetzt an, dass sie "auch im nächsten Jahr" den "gefallenen Helden von Sempach" gedenken wolle.