Die Zeitung "20 Minuten" berichtet, dass die Partei National Orientierter Schweizer PNOS in den vergangenen Tagen ein Flugblatt an EinwohnerInnen von Seelisberg versandt habe. Parteipräsident Dominic Lüthard bestätigt die Aktion: Sie hätten den Leuten zeigen wollen, " dass auch eine politische Partei hinter ihnen" stehe. Überschrieben ist das Blatt: "Sie kommen! Wir widerstehen!" Europa erlebe "eine Invasion fremder und meist islamischer Völker", die "grösstenteils aus Afrika oder dem arabischen Raum" kämen. Die rechtsextreme Partei hat das Blatt bereits an anderen Orten verteilt, ohne sichtbaren Erfolg. Die Urner Kantonsregierung hatte kurze Zeit vorher die Eröffnng einer Asylbewerber-Unterkunft in einem gemieteten Hotel geplant. Bei einer Orientierungsversammlung war die zuständige Regierungsrätin unflätig beschimpft worden, später verliessen viele Anwesende den Saal unter Protest, so dass die Veranstaltung abgebrochen wurde. Gemeindepräsident Karl Huser-Lüönd hatte den asylfeindlichen Widerstand gestützt, aber behauptet nun: Die rechtsextreme Aktion sei "eine Frechheit". Die PNOS probiere "sich bei uns breit zu machen und profitiert nun von den nationalen Schlagzeilen der Gemeinde." Wohl eher: Die grobschlächtigen RednerInnen - sowie ihre applaudierenden UnterstützerInnen - müssen sich nicht wundern, dass sie nun von Rechtsextremisten angebaggert werden.