SVP-Nationalrat Wobmann fordert nach dem Angriff auf "Charlie Hebdo", dass die Schweiz keine islamischen Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak mehr aufnehmen solle. Er ist nicht der einzige SVP-Exponent. Der Walliser Staatsrat Oscar Freysinger, eingebettet ins internationale Netz der Islamophoben, hatte bereits Stunden nach dem Attentat in den sozialen Medien von "importierter Gewalt" geschrieben. Und der Stadtzürcher SVP-Eponent Roger Liebi kritisierte die Aktion des Boulevardblattes "Blick" ("Aufstehen gegen den Terror") mit dem Einwand: "Wer sich schon vorher dagegen wandte, wurde als Rechtsextremer oder Rassist bezeichnet." Der St. Galler SVP-Kantonsratkandidat Manuel Cadonau verbreitet auf Facebook die Botschaft: "Nicht jeder Muslim ist ein potenzieller Attentäter - aber jeder könnte einer sein. Wann kommen moslem-freie Fluglinien?". Er erhält Widerspruch und meint dann plötzlich: "Wenn ihr das ernst nehmt, tut nicht so als würdet ihr Satire verstehen." Cadonau interveniert gegen zwei Medienberichten beim Presserat. Ende Juli 2015 lehnt der Presserat die Beschwerde ab und hält fest: "Aufgrund früherer umstrittener Äusserungen des Beschwerdeführers in sozialen Medien musste die Redaktion nicht davon ausgehen, dass es sich um Satire handelte."