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Schweiz30. Juli 2011

Das Attentat des Massenmörders Anders B. Breivik treibt auch Schweizer Rechtsextremisten zur Offenbarung ihrer Verschwörungsphantasien. Schon wenige Tage nach der Tat behauptet der Holocaust-Leugner Bernhard Schaub, der Massenmord sei eine "durchsichtige Geheimdienstaktion". Diese solle sich, so Schaub, gegen die "entstehende europäische Widerstandsbewegung gegen Globalisierung und Nivellierung" richten. Damit meint Schaub rechtsextreme Aktivitäten, insbesondere auch die "Europäische Aktion", deren Anführer er seit ihrer Gründung im Herbst 2010 ist. Die Organisation verfügt zurzeit über "Anlaufstellen" in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Holocaust-Leugner endet seine Schrift mit der Aufforderung, den Text "grossflächig" zu verbreiten, "besonders auf Norwegisch!". Tage später veröffentlicht die Partei National Orientierter Schweizer PNOS eine Stellungsnahme, worin die Partei schreibt: Bei solchen Attentaten handle es sich "entweder um irgendwelche Pseudo-Extremisten oder um vom Geheimdienst rekrutierte Erfüllungsgehilfen." Meistens handle es sich "um Letzteres".