Rund 150 Rechtsextremisten ziehen abends durch die Stadt, sie tragen Fahnen und Fackeln und skandieren ausländerfeindliche Parolen. Gemäss ihrem Mediencomminiqué nimmt die Polizei vorübergehend den Organisator sowie weitere Kundgebungsteilnehmer vorübergehend fest. Aufgerufen zum «Fackelmarsch» hatte die Nationale Ausserparlamentarische Opposition (NAPO), die vom Holocaust-Leugner Bernhard Schaub betrieben wird. In einem Mail an die «werten Freunde der NAPO» heisst es unter anderem: «Wir wünschen uns Schwarze Kleidung sowie ein angenehmes Erscheinen. Alkohol ist das absolute Tabu». Auf ihrer Homepage hatte die NAPO auch noch auf ihr «Neues Flugblatt» verwiesen, das auch auf der Route des Fackelmarschess verteilt werden sollte. In diesem Blatt heisst es unter anderem, dass in der Schweiz nicht das Volk herrsche, sondern - wie überall in der westlichen Welt - «eine Clique der internationalen Geldmafia». Und weiter: «Diese internationalen Verbrecher des staatenlosen Kapitals haben zwei Weltkriege gegen Deutschland geführt und dann auf den Ruinen Europas ihre Weltherrschaft aufgebaut». Sie seien sowohl «die Herren des Kapitalismus» als auch des Kommunismus. und würden die «wahre Fremdherrschaft» bilden.
Am darauffolgenden Samstag demonstrieren rund 1000 Personen gegen rechtsextreme Bedrohung, an der ich eine kurze Rede halte.