Wieder einmal fällt ein SVP-Kandidat durch verschwörungsphantastische Ansicht auf. Der SVP-Kantonsratskandidat Dominik Gmür behauptet in einem Interview mit der "Toggenburger Zeitung", dass "eine grosse Verschwörung gegen uns Menschen" laufe: "Alle wichtigen Bereiche des Lebens" würden "von ganz wenigen riesigen Unternehmen einflussreicher Familienclans kontrolliert". Er möchte daher "inszenierten Kriege, die manipulierten Märkte, Chemtrails und die Wahrheit über den 11. September 2001" auf die politische Agenda bringen. Und weiter phantasiert er: "Der Islamische Staat" sei "ein inszenierter Feind, eine Idee dieser Macht, die das System am Laufen hält. (...) Flüchtlinge gehören nicht hierher. Das sind keine Flüchtlinge, die hierher kommen, sondern Einwanderer (...), die instrumentalisiert wurden, um in Europa einzufallen." Gmürs Ansichten ernten unterschiedliche Reaktionen von SVP-Exponenten. Herbert Huser, Präsident der SVP St. Gallen, distanziert sich von Gmürs Aussagen und bezeichnet sie als "Humbug". Barbara Keller-Inhelder, Präsidentin der Kreispartei, nimmt in einem Interview mit "Zürichsee-Zeitung" den Kandidaten in Schutz. Sie habe zwar noch nicht mit Gmür über die verbreiteten Ansichten gesprochen, aber dieser habe einen HSG-Abschluss in Wirtschaft und Recht, und folglich müsste er "also grundsätzlich ein kluger Kopf sein".