Zuerst war er Jungpolitiker bei der Schweizer Freiheitspartei, dann bei der SVP, dort wurde er im August 2005 nach einem lautstarken Auftritt beim Rechtsextremisten-Aufmarsch auf dem Rütli ausgeschlossen. Nun tritt der 28jährige Aargauer Pascal Trost wieder an die politische Öffentlichkeit. Allerdings ein paar Hundert Kilometer von seinem früheren Wirken entfernt. Nämlich in der Kleinstadt Pössneck, im deutschen Bundesland Thüringen, am "4. Fest der Völker", organisiert von der rechtsextremen NPD und besucht von rund 500 Personen. In einem wenig eloquenten Kurzvortrag bezeichnet sich Pascal Trost als "Vertreter der schweizerischen Widerstandes". Dies belegt ein Videofilmchen auf you tube. Nach dem Untergang des "europafeindlichen Bolschewismus", so Trost weiter, gehe der Kampf nun gegen die ebenso "europafeindlichen Liberalisten". Trost machte damit wieder einmal deutlich: die fundamentalen Werte "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" werden von rechtsextremen Sprechern abgelehnt. Tage später veröffentlicht die PNOS Schweiz den vollständigen Redetext, den "ein Schweizer Aktivist" gehalten habe. Den Namen von Pascal Trost erwähnt sie allerdings nicht. Gemäss einem Bericht der Helvetischen Jugend habe auch "ein Reisecar voller Nationalisten" aus der Schweiz am Fest teilgenommen.