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Opfikon ZH1. August 2010

Der Grünliberale Urs Wagner, Präsident des Opfiker Gemeindeparlaments, verwendet in seiner 1.-August-Rede, die er gemäss der örtlichen Tradition anlässlich eines ökumenischen Gottesdienstes in der Kirche hält, bekannte rassistische Versatzstücke: "Die Schweiz hat eine Kultur der weissen Menschen und wird diese behalten. Daraus sind die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Sie wird zusammen mit den anderen europäischen Staaten diese Kultur weiterentwickeln. Kulturelle Einflüsse aus Gegenden der nichtweissen Menschen lassen sich mit unserer Kultur sinnvoll verweben. Die Ansiedlung von nichtweissen Menschen auf dem europäischen Territorium muss abgelehnt werden. Wir würden uns dabei überheben." Im übrigen verbreitet Wagner bekannte Platituden nationalkonservativer Bürgerlicher: "Als (Classe politique) bezeichnet man in der Schweiz die linksliberale Meinungselite, die aus der 68er Bewegung entstanden ist. Sie hat eine dominante Medienpräsenz in der Schweiz. Sie wirkt normierend auf die öffentliche Meinung und geniesst hohe Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung. Man bezeichnet sie auch als Kryptomarxisten. Sie verbreiten eine Weltuntergangstimmung und nutzen diese ständig aus, um den Staat auf Kosten der Wirtschaft auszubauen. Die Kindererziehung wollen sie verstaatlichen, zusammen mit der weiblichen Emanzipationsbewegung." Die Lokalzeitung "Stadt-Anzeiger" veröffentlicht die Rede im Wortlaut. Sie löst zuerst heftige Leserbrief-Reaktionen aus, später auch Distanzierungen von wenigen politischen ExponentInnen.