Die Gemeindeversammlung lehnt zum dritten Mal das Einbürgerungsgesuch eines behinderten Mannes und seiner Mutter albanischer Herkunft ab. In der Diskussion spricht ein Redner von einem «bitteren Beigeschmack» bei Leuten aus Albanien. Einer ginge ja noch, seien aber drei zusammen, «haben wir das Puff.» Die örtliche SVP-Präsident behauptet, dass die Art wie der Behinderte auftrete, "nicht unserer Kultur" entspreche und dass er das Gesuch zum dritten Mal stelle, sei "Zwängerei". Die Redner, die sich gegen die Einbürgerung aussprechen, werden jeweils mit lautem Klatschen verabschiedet. Die Versammlung lehnt beide Einbürgerungen sehr deutlich ab. Gegen die vorangangenen Ablehnungen hatten Mutter und Sohn jeweils Rekurs erhoben und jeweils Recht erhalten. Die zuständige St. Galler Regierungsrätin hat bereits in Aussicht gestellt, dass sie allenfalls eine Einbürgerung anordnen werde.