Der Schweizer Holocaust-Leugner Jürgen Graf, der sich einer Gefängnisstrafe durch Flucht entzog, hat sich einen neuen Gegner vorgenommen: Den Briten David Irving, der in vergangenen Jahren selbst als Holocaust-Leugner auftrat und dafür auch in Österreich im Knast sass. Irving sei, so Graf in einem auf seiner Homepage publizierten Text, "völlig unmoralisch" und sei bereit alles Mögliche zu sagen, wenn er glaube, dass es seiner Karriere dienlich sei. Anlass für Grafs Abrechnung mit Irving ist dessen angekündigtes Buch über Heinrich Himmler, das noch nicht veröffentlicht ist und dessen Manuskript Graf wohl auch nicht gelesen hat. Aber Graf hat sich bereit den Buchinhalt zusammengereimt. Irving anerkenne nun wieder, dass während dem Zweiten Weltkrieg Millionen von Juden ermordet wurden. Dafür aber trage Adolf Hitler keinerlei Verantwortung, doch Heinrich Himmler, Reichsführer der Waffen-SS, habe dies hinter dem Rücken des Führers befohlen und organisiert. Eine These, die Irving schon früher verfochten hat. Der aus Annahmen geschöpften Inhaltsangabe fügt Graf dann noch an: "Ich warne David Irving, dass solche Behauptungen lediglich den Effekt haben werden, die letzten spärlichen Reste seiner Glaubwürdigkeit zu ruinieren." Ansonsten pflegt der Schweizer Holocaust-Leugner seinen gefestigten Antisemitismus, in dem er mehrmals die angebliche jüdische Dominanz in der westlichen Welt behauptet.