Vor bald zwölf Jahren hat der Holocaust-Leugner Jürgen Graf die Schweiz verlassen, um sich einer Gefängnisstrafe (15 Monate) zu entziehen. Seit mehreren Jahren lebt er in Moskau, nun verbreitet die rechtsextreme "Avalon-Gemeinschaft" ein Interview mit dem Justizflüchtling. Graf berichtet, dass - gemäss den Angaben seines Verteidigers - die Vollzugsverjährung Anfang September 2014 eintrete, aber er "gerne früher" zurückkäme, und zwar "ohne gleich verhaftet zu werden." Er hofft darauf, dass die Strafbestimmung "Leugnung oder gröbliche Verharmlosung von Völkermord oder anderen Verbrechen gegen die Menschlichkeit" bald aufgehoben wird. Der Antisemit Graf mag aber nicht so recht daran glauben, denn - so Graf: "Würden sich unsere Regierung und unser Parlament statt an jüdischen Interessen an rechtsstaatlichen Grundsätzen orientieren", wäre die Rassismus-Strafnorm bereits seit langem aufgehoben worden. Im Übrigen verbreitet Graf rassistisch unterlegte Untergangsbefürchtungen, schuld am nahenden Desaster sei "das zionistisch gesteuerte globalistische System", das die "biologische Substanz der Völker zerstört" und "ihre Kultur und die Seelen" gemordet habe.