Der Wahlerfolg des Baslers Eric Weber, Anführer der "Volks-Aktion gegen zuviele Ausländer und Asylanten in unserer Heimat" (VA), findet auch Beachtung bei Gesinnungskameraden in anderen Staaten. In einer Presseerklärung gratuliert die Gruppierung Bürgerinitiative Ausländerstopp (BIA), die durch ihren eifrigen Aktivsten Karl Richter im Münchner Stadtparlament vertreten ist, Weber zur "fulminante Rückkehr ins Kantonsparlament". Die BIA sieht sich "als Ableger einer europaweit wachsenden Widerstandsbewegung gegen Überfremdung, Islamisierung und Entmündigung der einheimischen Bevölkerung durch die sogenannten ‚Demokraten'." Weber habe, so behauptet die BIA, "eine kreative, fleissige Oppositionsarbeit" angekündigt. In Basel tönte Weber am Wahltag anders: Er wolle "das Parlament lahmlegen", erklärt er. Die BIA schreibt weiter, dass sich Weber und Richter bereits "seit Jahren persönlich" kennen sollen. Die BIA kündigt auch an, dass sich Richter - "um die kommunale Achse im Kampf um die Zukunft unserer Städte" zu stärken - in den nächsten Wochen mit Weber "zu einem ersten Meinungsaustausch" treffen und "dabei auch gemeinsame kommunalpolitische Initiativen erörtern" wolle. Eine unerfreuliche Perspektive: Richter, der auch für die Nationaldemokratische Partei NPD tätig ist, hat in knapp fünf Jahren Parlamentstätigkeit, rund 300 Vorstösse eingereicht. Es ist ihm jedoch nicht gelungen, das Münchner Stadtparlament lahmzulegen.