Das Bundesgericht hebt ein Urteil des Berner Obergerichtes auf, in dem der FPS-Präsident Jürg Scherrer wegen Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm zu einer Bussse verurteilt worden war. Das Verfahren geht auf eine Medienmitteilung der Freiheits-Partei (FPS) von Anfang April 2001 zurück, worin stand: «Die Freiheits-Partei weist daraufhin, dass u.a. die Einwanderer (so genannte Flüchtlinge) aus dem Kosovo einen unverhältnismässig hohen Anteil an der zunehmenden Gewaltbereitschaft und Kriminaliät in der Schweiz haben». Und weiter: «Die FPS will keine neuen Schweizer, die eine kriminelle Vergangenheit aufweisen». Die Partei fordert eine «Rückschaffung sämtlicher Einwanderer aus dem Kosovo innert der ursprünglich verfügten Frist». Eine Privatperson erstattet Strafanzeige wegen Rassendiskriminierung, Mitte Mai 2003 verurteilt ein Bieler Einzelrichter Scherrer zu einer Busse von 2000 Franken. Der Richter befindet, Scherrer habe alle Albaner aus dem Kosovo pauschal mit Kriminellen gleichgesetzt. Scherer kündigt sofort Appellation an und bezeichnet den Schuldspruch als «politisches Urteil». Anfang November 2003 bestätigt das Berner Obergericht sowohl Urteil wie Strafmass.