Den Sturz der Diktaturen in Ägypten und Tunesien begrüssen fast alle: Ausser jenen, denen jede politische oder soziale Veränderung ein Graus ist. Auch in der Schweiz. In der aktuellen Ausgabe seines Blättchen "Le pamphlet" bezeichnet der Waadtländer Jurist Claude Paschoud die Feiernden auf dem Kairoer Tahrir-Platz als "Schwachköpfe" (imbéciles). Paschoud erinnert dann noch daran, dass die "afrikanische Diktaturen" ja nicht die einzigen seien, "die ihre Gegner wegen Meinungsdelikten" einkerkern würden. Nein, das geschähe auch in Deutschland und Frankreich, "ja selbst in der Schweiz seien honorige Bürger eingesperrt gewesen oder sässen gar noch immer im Gefängnis, weil sie Ansichten vertreten hätten, die jenen mächtigen Lobbyies missfielen, deren Lakaien die Politiker seien." Damit flattiert der honorige Rechtsaussen sowohl AntisemitInnen wie Holocaust-LeugerInnen.