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Langnau am Albis ZH25. Januar 2010

Georg Jaggi, der sich als PNOS-Kandidat für das Amt des Gemeindepräsidenten bewirbt, vertreibt ein Flugblatt in die Briefkästen, worin unter anderem steht: "Ich will eine germanische Volksgenossenschaft errichten, in welcher nur Germanen leben, in welcher alle Menschen hilfreich und friedlich miteinander zusammenarbeiten." Oder auch: "Es bekümmert mich sehr, dass die Germanen aussterben und die nicht germanischen Menschenrassen sich so sehr vermehren, dass es immer mehr Menschen gibt und das Leben wegen Überbevölkerung immer unerträglicher und immer qualvoller wird." Jaggi verbreitet weiter einen biologisch begründeten Rassismus: "So wie man heutzutage Pflanzen- und Tierarten züchtet, will ich eine hochwertige und reine germanische Rasse züchten, nämlich indem ich dafür sorge, dass die Wertlosen, Nutzlosen oder Schädlichen überhaupt kein Kind zeugen, und indem ich dafür sorge, dass diese Germanen und Germaninnen gesund leben können."
Jaggi hatte sich Ende Dezember 2009 als PNOS-Kandidat vorgestellt. Parteisprecher Kevin Mareque hatte zuerst verlauten lassen, dass es jedem Mitglied frei gestellt sei, für ein politisches Amt zu kandidieren. Später hatte die Partei eine Stellungsnahme nachgeliefert, wonach sie sich von Jaggi distanziere.
Nachtrag: Anfang Februar gibt die PNOS bekannt, dass nach einem Telefonat Jaggi schriftlich den Austritt aus der Partei erklärt habe. Und weiter: "Wir wünschen Herr Jaggi trotz der Differenzen einen erfahrungsreichen und fairen Wahlgang!"