Rund dreissig Skinheads randalieren nach Mitternacht im Dorfzentrum. Zuerst greifen sie das Kulturzentrum "LaKuZ" an, "LaKuZ"-BesucherInnen stellen sich ihnen entgegen, trotzdem verursachen die Angreifer erheblichen Sachschaden. Gegen halb vier Uhr greifen mehrere Skins in der Nähe des Spitals eine Gruppe von türkischen Staatsangehörigen an und beschädigen das Auto einer Spitalangestellten. Das "LaKuZ" ist seit der Eröffnung im April 2001 bereits rund ein Dutzend Mal von Skinheads angegriffen worden. Gegenüber der SonntagsZeitung erklärt ein Langenthaler Gemeinderat: "Ich erwarte, dass Polizei und Justiz etwas unternehmen."
Die "Mittelland-Zeitung" schreibt in einem Kommentar: "Provokationen und Sticheleien kommen häufig vor und dies ohne Zweifel auf beiden Seiten. Was sich aber die Horde Neonazis geleistet hat, muss man als Feldzug gegen Anstand, Freiheit und Toleranz bezeichnen. Angesichts der Zahl der Rechtsextremen und der offensichtlichen Planung ihrer Angriffe kann man sogar von bandenmässiger Kriminalität sprechen. Daraus folgt, dass die Vorkommnisse sorgfältig untersucht und anschliessend die Schuldigen mit aller Härte bestraft verurteilt und bestraft werden müssen. Gift für diese Bemühungen wäre eine versteckte Sympathie für die braune Schlägertruppe in einem kleinen Teil der Bevölkerung, wie sie hin und wieder spürbar wird."