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Kreuzlingen TG1. Dezember 2015

Ein Unbekannter verteilt Flugzettel in Briefkästen, überschrieben "Zu den Mythen des Holocaust". Das verteilte Blatt vermittelt den Eindruck eines Schreibmaschinen-Manuskripts und behauptet: Es gebe "viele von Juden bezahlte Lügner". Und weiter: Der Holocaust sei "eine mit Absicht erfundene Lüge", verbreitet "von Zionisten", um "viele Milliarden Euro vom deutschen Volke zu erpressen, eine Holocaust-Industrie mit dessen Geld Israel" aufgebaut worden sei. Der Schreiber erweitert diesen antisemitischen Vorwurf mit Freimaurer-Feindschaft, da "jeder Freimaurer" des höchsten Grades "ein Zionist" sei, "ein gesetzlich geschützter Verbrecher". Auch beruft sich der Verfasser auf die Bibel und erwähnt viele bekannte Holocaust-Leugner. Nach dem Hinweis eines Kreuzlingers Bürgers hat die Thurgauer Kantonspolizei ein Verfahren wegen Rassendiskriminierung eröffnet. Dies berichtet das St. Galler Tagblatt Online. Auch ein Juso-Exponent fand das Schreiben in seinem Briefkasten. In einer Medienmitteilung bezeichnet die Jungpartei anonyme Holocaust-Leugnung als "feigen Rassismus".