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Jegensdorf BE25. Januar 2014

Die Schweizer JSVP den 24jährigen Luzerner Anian Liebrand zu ihrem neuen Präsidenten. Bald reisst die Kritik an diesem - gemäss der SVP-nahen Basler Zeitung - "seltsamen Bürschlein" nicht ab. Mehrere Medien berichten über Liebrands Nähe zu Verschwörungsphantasten: Einerseits zu jenen, die in der jährlich stattfindenden Bilderberger-Konferenz eine geheime Weltregierung sehen, andererseits zu den "Truthern", die den World Trade Center-Anschlag vom September 2001 als versteckte Geheimdienst-Aktion darzustellen versuchen. Eine euphorische Wahlgratulation erhält Liebrand von Manfred Petritsch, dem Betreiber des Blogs "Schall und Rauch". Der Blog publiziert immer wieder antisemitisch motivierte Beiträge und Kommentare, die sich gegen die USA und gegen Israel richten. Petritsch bezeichnet Liebrand als "Freund" und "einen von uns". Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund SIG äussert seine "Vorbehalte" gegen Liebrand in einem Offenen Brief publik. Der SIG geht davon aus, dass sich das JSVP-Präsidium "nicht mit zwielichtigen Verbindungen ins antisemitische Milieu" verbinden lasse. Unerwähnt bleibt, dass Liebrand auch wiederholt gegen Muslime hetzte. So zeichnet er verantwortlich für eine Medienmitteilung in der die Einrichtung eines muslimischen Studienganges an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern als "volksfremdes" Vorhaben diffamiert wird. Eine Anleihe beim rechtsextremen Vokabular, ebenso wie Liebrands Verweis auf "Umerziehungsstuben" bei seiner Kritik am Holocaust-Gedenktag.