Das Schweizer Radio DRS berichtet, dass ein Untersuchungsrichter der Schweizer Armee das Verfahren gegen vier Armeeangehörige einstellen will, die Mitte August 2005 in der Grenadier-Rekrutenschule rüde rassistische Sprüche geäussert und den Hitler-Gruss gezeigt hatten. Der Untersuchungsrichter bestreitet das Tatbestandsmerkmal «Öffentlichkeit» und will die beiden Soldaten und die beiden Unteroffiziere nur wegen Verletzung des Anstandes und groben Unfugs disziplinarsich bestrafen.
Die vier Männer hatten unter anderem von sich gegeben: «Man sollte alle Juden vergasen und Neger umbringen.» Die vier Armeeangehörigen waren auch dadurch aufgefallen, dass sie sich mit Hitlergruss begrüssten. Elf Rekruten beschwerten sich beim Schulkommandanten. Der Schulkommandant entliess die vier Männer - vorerst administrativ - aus dem Dienst.