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Interlaken BE15. Februar 2007

Unmittelbar nach der Verurteilung des kanadisch-deutschen Holocaust-Leugners Ernst Zündel zu fünf Jahren Gefängnis fordert die Partei National Orientierter Schweizer PNOS dessen «Freiheit». Der 67-jährige Zündel führte seit Mitte der neunziger Jahre von Kanada aus eine einschlägige Internetseite und vertrieb sowohl holocaust-leugnende wie antisemitische Literatur und hatte nach seiner Auslieferung vor dem Landgericht Mannheim erscheinen müssen. Auf ihrer Website bezeichnet die Schweizer Rechtsextremistenpartei in antisemitischer Weise den Holocaust als «moralischen Knüppel in den Händen einiger Hundertschaften», die den Völkermord an den Jüdinnen und Juden instrumentalisieren würden, «um ihre Macht durch die Akkumulation von Kapital und das Erpressen von Milliardenbeträgen zu zementieren». Zudem beschimpft die Pnos die deutsche Rechtsprechung als «Besatzerjustiz» und schreibt weiter: 62 Jahre nach dem Fall des nationalsozialistischen Regimes hätten «Totalitarismus und Despotie in Deutschland wieder Einzug gehalten».