In einem Interview erweist sich der abgewählte SVP-Bundesrat, heute Partei-Chefstratege Christoph Blocher als nachtretender Verlierer. Er erklärt: "Wenn alle Medien und die übrigen Parteien nur noch das Ziel haben, die SVP zu verleumden, zu diskriminieren und niederzumachen – in erster Linie aus Neid und Missgunst –, stimmt man nicht mehr über Sachfragen ab." Als Beispiel erwähnt er den Abstimmungskampf über die Durchsetzungsinitiative: "Der Kampf gegen die SVP vonseiten der Staatsmedien und von ‹Blick› bis zur ‹NZZ› hat mich in ihrer Radikalität an die Methoden der Nationalsozialisten den Juden gegenüber erinnert." Jonathan Kreutner, Generalsekretär des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes: "Das zeugt von keinem grossen Geschichtsverständnis." Und SRG-Ombudsmann Roger Blum erachtet die unwidersprochene Blocher-Antwort als "Tiefpunkt des Schweizer Journalismus".