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Herrliberg ZH16. April 2016

In einem Interview erweist sich der abgewählte SVP-Bundesrat, heute Partei-Chefstratege Christoph Blocher als nachtretender Verlierer. Er erklärt: "Wenn alle Medien und die übrigen Parteien nur noch das Ziel haben, die SVP zu verleumden, zu diskriminieren und niederzumachen – in erster Linie aus Neid und Missgunst –, stimmt man nicht mehr über Sachfragen ab." Als Beispiel erwähnt er den Abstimmungskampf über die Durchsetzungsinitiative: "Der Kampf gegen die SVP vonseiten der Staatsmedien und von ‹Blick› bis zur ‹NZZ› hat mich in ihrer ­Radikalität an die Methoden der Nationalsozialisten den Juden gegenüber erinnert." Jonathan Kreutner, Generalsekretär des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes: "Das zeugt von keinem grossen Geschichtsverständnis." Und SRG-Ombudsmann Roger Blum erachtet die unwidersprochene Blocher-Antwort als "Tiefpunkt des Schweizer Journalismus".