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Grenchen SO11. November 2011

Unbekannte schicken an mehrere Redaktionen eine Botschaft, wonach sie auf dem Gelände der geplanten Moschee Schweinefleisch vergraben und Schweineblut mit Giesskannen verteilt hätten. Die Täter schreiben weiter, es werde sich zeigen, "mit welcher Standhaftigkeit die eh schon mit Lug und Trug operierenden Anhänger der AIG in ihrem Glauben verwurzelt sind. Denn wer auf einem entweihten Boden eine Moschee baut, kann es mit seinem eigenen Glauben nicht wirklich ernst meinen." Die Albanisch-Islamische Glaubensgemeinschaft (AIG) hatte das Bauland über zwei Garagisten gekauft, die das Land von einem SVP-Exponenten erwarben, in dem sie vorgaben, dieses für eine Einstellhalle zu erwerben. Die Briefschreiber behaupten weiter, sie wollten mit ihrer Aktion gegen die schleichende Islamisierung der Schweiz protestieren. Der Stadtpräsident Boris Banga (SP) verurteilt die Aktion als "entsetzlich und abscheulich". Die Solothurner Kantonspolizei bestätigt den Sachverhalt, will die Aktion jedoch vorerst nur als "illegale Entsorgung von Tierabfällen" und nicht als rassistischen Akt behandeln, auch wenn sie einen politischen Hintergrund nicht auschliesst.