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Genf26. Oktober 2012

Eingeladen hat ihn die rechtsextreme Genfer Gruppe "Egalité & Reconciliation" (E&R), empfangen wird er am Flughafen Genève-Cointrin - gemäss der Westschweizer Zeitung Le Matin - von einem Aktivisten der Rechtsextremisten-Truppe "Genève Non Conforme", doch Kémi Seba, Anführer der französischen Sektion der New Black Panther darf gar nicht einreisen. Die Bundespolizei verweigert Seba, mit wirklichem Namen Stellio Capo Chici, die Einreise, da die Gefahr bestehe, dass er zum rassistischen Hass und zur Gewalt aufrufe. Er hätte am Samstag in Genf einen Vortrag halten sollen über "Panafrikanismus und die Verbrechen des Imperialismus". Seba propagiert eine strikte Trennung der Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, auch hält er "das Judentum" verantwortlich für die Kolonialisierung, den Sklavenhandel und das heutige Elend der schwarzen Menschen. Seba ist denn auch bereits mehrmals in Frankreich wegen Aufruf zum Rassenhass verurteilt worden.
Sebas Auftritt war von der diesen Frühsommer gegründeten Genfer Rechtsextremisten-Gruppe E&R bereits vor Wochen öffentlich angekündigt worden, allerdings ohne den Veranstaltungsort zu nennen. Den Auftritt bekämpft haben antifaschistische Gruppen. Der französische Staatsangehörige Seba lebt seit rund zwei Jahren in Senegal, doch haben die Schweizer Behörden ihn den französischen Behörden übergeben. Seba war es untersagt, Frankreich zu verlassen. Die Genfer Sektion von E&R ist Teil der französischen Bewegung, die von Alain Sorel, einem ehemaligen Kommunisten und späteren Anhänger des Front National, gegründet wurde. Sie agiert unter der Maxime "Linke der Arbeit und Rechte der Werte".