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Genf9. Dezember 2016

Die Genfer gedenken jährlich der Escalade, zur Erinnerung an die erfolgreiche Verteidigung der Stadt Genf gegen die Soldaten des Karl Emanuel von Savoyen (Dezember 1602). Auch einige Rechtsextremisten, aus den Kantonen Genf, Waadt wollen der 18 Opfer gedenken: Wenn es auch legitim sei, seine Stadt und seine Traditionen zu verteidigen, so niemals mehr gegen Europäer. Heute richte sich "Escalade" gegen aussereuropäische "Eindringlinge, die zu Tausenden" kämen, die hier ihre Gesetze aufzwingen würden. Auch gegen die korrumpierten Politiker, gegne die Eliten, die "uns immer absurdere Gesetze" aufzwingen würden. "Gegen ein vaterlandsloses und zerstörerisches System, für ein nationalistisches und identitäres Erwachen." ("Aujourd'hui, l'Escalade, c'est contre les envahisseurs extérieurs qui viennent par milliers, qui imposent leurs lois sorties d'on ne sait où qu'il faut la remporter. C'est contre des politicards corrompus, contre des "élites" qui nous imposent toujours plus de lois absurdes, contre un système apatride et destructeurs, pour un réveil nationaliste et identitaire.") Bevor die rund zwölf Herren sich mit Fackeln vor die Stadtmauer stellen, genehmigen sie sich in einer Bar einen Aperitiv.