Die Kantonspolizei meldet, dass sie sieben junge Männer zwischen 18 und 23 Jahren verhaftet habe, die Ende April zwei Jugendliche niedergeschlagen und schwer verletzt hatten. Die beiden Opfer wollten zu einem Ska-Konzert im Kulturzentrum "Eisenwerk" und wurden auf dem Rückweg zum Bahnhof angegriffen. Ein 17jähriger erleidet unter anderem einen Gedächtnisverlust, ein 15jähriger fällt später für mehrere Tage ins Koma und ist auch noch Wochen später halbseitig gelähmt. Ein Teil der Verhafteten, so die Kantonspolizei, sei geständig, und die Opfer seien "zufällig" ausgewählt worden. Zufällig? Die Opfer entsprachen dem rechtsextremistischen Feindbild. Drei Tage später meldet "Der Blick", dass mehrere der Verhafteten der Gruppe "Weinländer Sturm" angehören. Zu dieser Gruppe habe auch jener 19-jährige gehört, der sich in der Untersuchungshaft das Leben nahm. Bei der Verhandlung vor dem Bezirksgericht wird bekannt, dass die Angreifer einem Aufruf zum "Kampf gegen die Roten!"gefolgt waren.
Im Mai 2006 verurteilt das Obergericht Thurgau sechs Rechtsextremisten zu Gefängnisstrafen, zwischen fünf und sechseinhalb Jahren.