An jenen Tag, an dem Demokraten dem Ende des Zweiten Weltkrieges gedenken, melden sich auch Anhänger des untergegangenen nationalsozialistischen Regimes zu Worte. Dieses Jahr auch der Schweizer Holocaust-Leugner Bernhard Schaub. Auf der Homepage der "Europäischen Aktion", deren Mitbegründer Schaub ist, schreibt er: "Wir sehen keinen Grund zur Freude." Er sieht sich "vor dem Sarkophag, in dem das Deutsche Reiche lebendig begraben liegt". Und dieses Grab sei durchsichtig "und wir sehen darin eine wunderschöne Tote, die in Wirklichkeit nicht tot" sei. Wie im Märchen hofft Schaub auf Wunder, wie Schneewittchen soll der Nationalsozialismus wieder auferstehen: Es gelte, so Schaub, "die Träger des Sarges" zu Fall zu bringen. Da kann er noch lange warten!