Die Tageszeitung «Der Bund» berichtet, dass drei Rechtsextremisten vor Gericht erscheinen müssen. Unter den Angeklagten ist auch Pascal Lüthard, bis Mitte Dezember 2005, Präsident der PNOS-Sektion Bern. Er war damals zurückgetreten mit der Begründung, er habe sich in den letzten Jahren fast ausschliesslich um Politik gekümmert und dabei seine ganze Freizeit aufgeopfert. Dabei sei auch einiges schief gegangen. Für diese Dinge trage er die alleinige Schuld und die PNOS trage keine Verantwortung.
Die drei Rechtsextremisten hatten Ende Juni 2005 ein junges Paar anlässlich des jährlichen Solätte-Festes von Rechtsextremisten überraschend angegriffen, möglicherweise weil der Mann ein «Kein Mensch ist illegal»-Shirt trägt. Nach einem Abwehrversuch mit einem Pfefferspray kann das Paar in ein Restaurant flüchten, wo Gäste und Kellner die Verfolger aufhalten können. Der anwesende SP-Stadtrat und schweizerisch-israelische Doppelbürger Nadaw Penner wird von einem Angreifer als «Saujude» beschimpft. Die Berner Kantonspolizei schreibt in einer Medienmitteilung zuerst von einem «Raufhandel», an der «rund zehn Personen aus der linken und rechten Szene» beteiligte gewesen seien. Die Angegriffenen widersprechen dieser Darstellung Tage später in einem Leserbrief.